Quecksilber und der Bürgermeister

Ist der Bürgermeister Julian Christ schon komplett auf die Linie der SPD und FBVG eingeschwenkt?
Hat er vergessen, was er in seinem Wahlkampf so alles als Zukunftsversprechen abgegeben hat? Man erinnert sich besonders gut an sein Schlagwort „Generationengerechtigkeit“. Wie geht das zusammen mit der Absicht, das Gift für zig Generationen vor Ort zu lassen und zu hoffen, dass nichts passiert.
Oder „Bürgerbeteiligung und Bürgernähe“. Glaubt er wirklich, die Einrichtung eines Lenkungskreises, dem im Wesentlichen Inhalte und Zeitrahmen durch BM und Verwaltung vorgegeben ist, dadurch bürgernäher zu machen, indem er ganze 4 Bürger sozusagen als Alibi-Bürger mitdiskutieren lässt?

Bei der sog. Sachstandsberichts-Veranstaltung in der Stadthalle vor Kurzem hat besonders enttäuscht, dass unser mit so großer Mehrheit gewählter BM in seiner „Einführungsrede“ plötzlich nur noch verharmlosend von „Chemikalien“ im Boden, statt von hochgiftigen Quecksilber- und Arsensalzen gesprochen hat. Woher dieser Nomenklaturwechsel?

In einer Umweltstudie wird ausgeführt, dass Quecksilberionen (Anm.: Das auf dem Pfleiderer-Areal verwendete Quecksilber-Sublimat ist chemisch gesehen Quecksilberchlorid HgCl2, das sich in Wasser löst und dann in Quecksilberionen Hg+ und Chloridionen Cl- zerfällt) im Boden unter Mitwirkung von Bodenbakterien zu dem besonders hochgiftigen Methylquecksilber umgebaut werden.
Zitat: „Auch der Klimawandel trägt dazu bei, „schlummernde“ Quecksilber-Reservoire zu aktivieren: Je wärmer es wird, desto aktiver werden Mikroorganismen in Boden und Wasser. Und sie sind schließlich diejenigen, die Quecksilber in seine giftigste Form umwandeln – Methylquecksilber„

https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/greenpeace-studie-quecksilber-kohle-31032015.pdf

Besonders lesenswert sind die Ausführungen unter Punkt 4., wo die möglichen Wirkungspfade und Einflüsse auf die Gesundheit ausführlich beschrieben werden.

Es soll keine Panik erzeugt werden, da bisher beim Pfleiderer-Areal nichts erwiesen ist, aber allein das extreme Gefahrenpotential, das dort schlummert und wenn es nach SPD und FBVG geht, auf nahezu ewige Zeiten als Risikofaktor in Gernsbach belassen werden soll, ist Grund genug, jede andere Möglichkeit als eine Überdeckelung, vorzuziehen.

Dafür kämpft die BIGG – Das Gift muss raus

Eine Antwort auf „Quecksilber und der Bürgermeister“

  1. Hallo zusammen,

    schon damals im Michelangelo habe ich darauf hingewiesen, dass man in die Öffentlichkeit gehen muss, Infostände errichtet jeden Monat, Demos organisiert, doch wurde wegen der Neueinführung de BM darauf gehofft , er würde mehr Verständnis zeigen. Da ist und bleibt in Zukunft ein großer Fehler. Entweder sind wir das Volk oder schweigen für immer. Wer nicht begreift, daß die Parteiendiktatur in der BRD andere Gebieter hat, wird ein böses Erwachen erleben.

    Wer nicht begreift, das unsere Einwohner selber, das Heft des Handelns übernehmen müssen, verliert viel Zeit für eine direkte Demokratie und die Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Enkelkindern. Ich möchte nicht zu denen gehören, die unseren Kindern und Enkelkindern erzählen müssen aus welchen Gründen wir nix getan haben, gekämpft haben für mehr Gerechtigkeit und für unsere Umwelt.

    Wenn ich bei Termine reinschaue, wundere ich mich schon sehr, wie voll der ist mit Terminen.

    Es sollte doch ein Verein gegründet werden. Wie heißt der?

    Mit besten Wünschen

    Roland Cap

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